Nachruf Jakob Sellmair - Hallertauer Fußwallfahrt 1961 e.V.

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Nachruf Jakob Sellmair

Der Verein
Nachruf auf Jakob Sellmair

Ein Mitbegründer der Wallfahrt ist am 5. Februar 2021 verstorben.

Ohne ihn gäbe es die Hallertauer Fußwallfahrt nicht: Sein Stoßgebet zur Gottesmutter um gutes Wetter beim Dekanatsjugendtreffen 1961 und sein Versprechen, dafür nach Altötting zu gehen, legte einst den Grundstein dafür.
Am 05.02.2021 ist unser „Pilgervater“ Jakob Sellmair im Alter von 82 Jahren verstorben.
Jakob Sellmair war nicht nur bei der ersten Wallfahrt dabei, sondern danach auch noch viele Jahre Gruppenführer der Gruppe 5.

Die Kirche und der Glaube haben Ihn geprägt, immer schon hat er sich dafür engagiert. So war er auch in jungen Jahren Dekanatsjugendleiter.
In diese Zeit fällt der Ursprung der „Hallertauer Fußwallfahrt“ nach Altötting.

Zu seinem 80. Geburtstag berichtete die Wolnzacher Zeitung:
Jedes Jahr wenn es wieder losging, dann war Jakob Sellmair, zwar nicht mehr körperlich, aber im Gedanken dabei. Jede Stunde fühlte er mit, als würde er immer noch selbst mitgehen.
Dann war es für ihn immer fast wieder wie damals, als alles seinen Anfang nahm.

„Gestürmt und geregnet“ hatte es an diesem 28.Mai 1961, am Vormittag schaute es gar nicht so aus, als würde das geplante Dekanatsjugendtreffen einen guten Verlauf nehmen können, "Muttergottes, lass es nicht regnen am Nachmittag", schickte der junge Jakob ein Stoßgebet gen Himmel, verbunden mit einem Versprechen: "Wenn es so kommt, dann gehe ich zu Fuß nach Altötting." Und es kam so: Die Sonne schien am Nachmittag, das Versprechen stand - und war öffentlich geworden. Grund: Sellmair hatte sich dem damaligen Benefiziaten Kappenberger anvertraut, der nicht nur für die Verbreitung des Altötting-Gelübdes sorgte, sondern auch selbst mitgehen wollte. Nur wann? "Mei, dann kamen die Heuernte und die Hopfenernte und immer war etwas anderes los auf dem Hof", erinnerte sich einst Sellmair. "Wann gehst iatz?", sei er oft gefragt worden, zum ersten Sonntag im Oktober war es dann tatsächlich soweit. Sellmair ging nach Altötting - "und mit mir waren's zwölf Leute." Wenig Planung, kaum Organisation - "wir sind einfach gegangen". Gut angekommen ist Sellmair mit seinen Begleitern an diesem ersten Oktobersonntag 1961 bei der Gnadenmutter zu Altötting, sagte ihr Dank für ihre Hilfe - und weinte bei ihrem Anblick. Da ging es ihm genauso wie vielen Pilgern beim Eintreffen auf dem Kirchplatz und in der Gnadenkapelle, bewegende Momente voller Emotionen sind das für die Pilger damals wie heute.

Wir wollen seiner im Gebet gedenken, und mit der liebevollen Zuneigung der Gnadenmutter von Altötting möge der allmächtige Gott nun an Ihm vollenden, an das was er selbst gelebt und geglaubt hat.

Jakob ruhe in Frieden!


Wallfahrt 1964: Jakob Sellmair (sitzend 3. von links) beim Übersetzen über den Inn bei Töging.
 
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